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Lehrpfad Nationalpark Tongrube Dobbertin
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Bauvorhaben: Nationalpark Tongrube Dobbertin
Bauherr: Nationalparkverwaltung
Planung: in Arge mit SLF-Plan 
Ausführung: Schrader GaLaBau, Sandhof
Bauzeit: 2006 
Fläche: ca. 4200m² 
Baukosten: 50.000 Euro Brutto

Landschaftsplanung und Naturschutz

Die ehemalige Tongrube liegt an der Kreisstraße 35 von Goldberg nach Schwinz in einem Waldstück etwas abseits der Straße. Die dichte Vegetation resultiert aus der seit 50 Jahren ungehinderten freien Sukzession und befindet sich derzeit im Übergangsstadium zwischen einem Pappel-Birken-Pionierwald zu einem Eichen- Rotbuchen-Wald. Hangwasser sammelt sich in den Sohlbereichen. In der Mitte der Tongrube ist als Kernstück des Geotopensembles ein Tonschollenfragment erhalten geblieben. Am westlichen Rand der Tongrube verläuft ein unbefestigter, aber für Fußgänger gut nutzbarer Sandweg, der in die Erschließung mit eingebunden wurde. Ziel des Projektes war die Anlage eines geoökologischen Lehrpfades.

Das Gelände der Tongrube eignet sich nicht nur zur Aufbereitung von geologischen Aspekten, vielmehr bietet sich über die auf Umweltbildung ausgerichtete Aufbereitung eines gleichermaßen geologisch wie ökologisch wertvollen Sekundärbiotopes die Möglichkeit der aktiven Auseinandersetzung mit der natürlichen und vom Menschen geprägten Landschaftsgeschichte. Die notwendige Erschließung der Tongrube erfolgte ausgehend vom bereits vorhandenen Parkplatz. Die vorhandenen Wege westlich und östlich wurden genutzt. Zusätzlich wurde die Anlage eines Weges im unteren Hangbereich der Grube ausgeführt, der das zentral gelegene Tonschollenfragment erschließt und reizvolle Einblicke in die wassergefüllten Senken ermöglicht. Stationen entlang des Weges bieten den Besuchern Informationen z.B. zu der erdgeschichtlichen Entstehung, zu den Abbau-Praktiken, zu der weiteren Verwendung des Tones und zu wertvollen Sekundärbiotopen. Hauptaugenmerk wurde auf die Sicherung des Tonschollenfragmentes im Zentrum der Grube gelegt. Dieses wurde auf Grund seiner besonderen geologischen Bedeutung als seltenes Relikt in Mecklenburg- Vorpommern gesichert.
 

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Hannes Hamann
Landschaftsarchitekt BDLA

Lohgerberstraße 2
18055 Rostock

Tel. 0381-800 33 31

Fax 0381-800 33 38